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Kleine Rundwanderung Mortelgrund (10 km)

Markierung: gelb - grün

 

Unsere Wanderung beginnt an der Saydaer Tankstelle, Niederseiffenbacher Straße, und führt über den Mühlholzweg zum Altsächsischen Gasthof "Kleines Vorwerk", einer beliebten Ausflugsgaststätte mit altsächsischem Flair, die Übernachtungsmöglichkeiten, Sauna usw. bietet. Wir wandern weiter bis zum Flächennaturdenkmal und Naturschutzgebiet „Schwemmteiche“, biegen dann rechts ab auf den  Ernst-Arnold-Weg (benannt nach einem früheren Oberförster) und erreichen die Mortelmühle. Dann überqueren wir die Landstraße Sayda – Heidersdorf und laufen  auf dem mit Holzgeländern ausgestatteten Cottaweg (Richtung Sayda). Linker Hand vom Cottaweg biegen wir zum Schwarzen Buschweg ab und erreichen nun die Alte Mortelgrundstraße nach Sayda. Eine andere Variante wäre, vom Schwarzen Buschweg geradeaus in Richtung Hüttensteig, rechts ab über die sogenannnte Maschine nach Sayda zurückzuwandern.

 

Geschichtliches:

Die Mortelmühle war im Mittelalter eine Getreidemühle im Besitz der Herrschaft von Schönberg. 1774 verkaufte Adam Rudolph von Schönberg auf Purschenstein die inzwischen zweigängige Mortelmühle samt zugehöriger eingängiger St.-Nicklas-Mühle an Johann Christian Eilenberger. 1875 wurde für die Mortelmühle eine Schankkonzession ausgestellt. Bis in die 80er Jahre berherbergte sie eine beliebte Ausflugsgaststätte.

Die Maschine ist ein Gehöft. Ihr Name ist von einer Bergbaumaschine, die einen Schacht in die Erde trieb, abgeleitet. Von diesem Schacht aus wurde die sogenannte Rösche (unterirdischer Wassergraben) einerseits bis zum Dittmannsdorfer Teich und andererseits bis nach Mortelgrund getrieben. Diese Mortelbacher Rösche stellte die Frischluftzufuhr (Bewetterung) der Rösche, die nach Mortelgrund führt, sicher. Gebaut wurde sie von 1827 bis 1853 und hat eine Länge von 3.054 m. Sie ist die längste Rösche in der oberen Wasserversorgung. Die Rösche, die von dem Mortelgrund in Richtung Dittersbach verläuft, ist die sogenannte Dittersbacher Rösche (gebaut von 1846 bis 1857) und ist 1.563 m lang. Später befand sich auf dem Gelände der "Maschine" bis etwa 1945 eine kleine Gastwirtschaft, die mehr oder weniger nur ein Ausschank für müde Wandersleute war. In der jüngeren Vergangenheit (von 1945 bis ca. Mitte der sechziger Jahre) wurde dieses Gebäude durch die Kirche unterhalten, welche auch die angrenzenden Ländereien bewirtschaftete.

 

Mortelmühle historisch

Mortelmühle/ historische Aufnahme